Microchip ICD

Um ein Microcontroller gesteuertes Irgendwas bauen zu können, muss der Microcontroller programmiert werden. Ideal dazu geeignet ist ein Programmiergerät :-))

Nach der Entscheidung für Microcontroller der Firma Microchip war mein erstes Ziel, einen geeigneten Programmieradapter zu finden, der nicht allzu teuer und selbstbaufähig ist. Im Web ist zu diesem Thema einiges zu finden, angefangen beim einfachen NoPPP (“no parts” PIC Programmer) von Michael A. Covington bis zum sehr komfortablen PIC-Flash II von G. Mueller. Ich habe mehrere Designs angeschaut, bin aber unentschlossen noch in der Entscheidungsphase hängengeblieben. Glücklicherweise, wie ich mittlerweile weiß.

Microchip hat sein Programm an Flash programmierbaren PICs erweitert und ein dazu passendes, recht einfaches und preiswertes Programmiergerät mit In circuit debugger-Schnittstelle auf den Markt gebracht, das sich in die hauseigene Entwicklungsumgebung MPLab integriert.

Warum bin ich froh, bisher keines der anderswo veröffentlichten Programmiergeräte gebaut zu haben, wird der eine oder andere geneigte Leser und potentielle Nachbauer jetzt fragen. Sicher nicht, weil die anderen Designs schlecht oder ungeeignet sind. Grund für meine oben zum Ausdruck gebrachte Erleichterung ist die sehr komfortable Einbindung des kombinierten Programmiergerätes/Debuggers in die Entwicklungsumgebung MPLab und das dazu passende Demoboard. Beides zusammen erleichtert den Einstieg in die Arbeit mit PICs in meinen Augen ungemein.

In den von der Microchip Homepage herunterladbaren Unterlagen zur ICD ist der Schaltplan sowie ein Bauteile-Lageplan zu finden, dem Selbstbau des ICD steht also nichts entgegen. Auf der ICD-Platine sitzt ein PIC des Typs 16F876, der die Kommunikation zwischen der auf dem PC laufenden IDE und der Zielhardware abwickelt. Der Code dieses PIC ist ebenfalls auf der Homepage von Microchip zu finden, man muss also nur jemanden finden, der einem diesen PIC programmiert ;-) um den Spaß beginnen zu können (siehe dazu auch die Ideen-Seite). Der Schaltplan des ICD ist im Original ziemlich befremdlich gezeichnet, nach Umsetzung auf EAGLE-Format ließ sich aber relativ einfach ein Layout generieren das von Beta-Layout PCB-Pool ruckzuck in eine doppelseitige Platine umgesetzt wurde.

Um die EAGLE-Dateien anschauen zu können, kann von Fa. CadSoft die aktuelle EAGLE-Version kostenlos für den privaten Gebrauch herunter geladen werden. Die Freeware (wenn privat und nicht kommerziell genutzt) ist auf eine Seite Schaltbild und zweiseitige Layouts in halber Europakarten-Größe beschränkt, aber sonst voll funktionsfähig.

Bestandteil des käuflich bei Microchip zu erwerbenden Original-Paketes ist auch noch eine Demoplatine, auf der neben den Sockeln für 40- und 28polige PICs der Typen 16F87x noch ein paar LEDs, Schalter und ein Poti sitzen um Ideen schnell in eine lauffähige Schaltung umsetzen zu können. Dieses Demoboard liegt in etwas erweiterter Form bei mir ebenfalls als EAGLE-Design vor.

Falls die Anfrage positiv beschieden wird, sind die entsprechenden Unterlagen demnächst hier zu finden.

An dieser Stelle meinen Dank an Günter, der die Umsetzung der Originalunterlagen in das EAGLE-Format durchgeführt hat.

Nachtrag: Microchip hat der Veröffentlichung der Pläne und Layouts zugestimmt :-))

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