Elektronik_Header_3LŘftersteuerung mit ESP-01

 

Koordinaten ausgeben

Um die Bewegungen der Fr├Ąse, die mittels Joysticks impliziert werden, wenigstens zu visualisieren, habe ich der Joysticksteuerung ab Version V5.3 noch ein Interface verpasst, das entweder die Schritte oder die bereits aus der Schrittanzahl abgeleitete Entfernung ├╝ber USB an den Steuerrechner ├╝bergibt.

In letzter Konsequenz k├Ânnte so eine Integration der Joysticksteuerung in jede GUI zum Streamen von G-Code erfolgen.

Der erste Ansatz ist, wie oben bereits erw├Ąhnt, die Darstellung der Koordinaten mittels SerialComInstruments, einer Toollandschaft, die von Ulrich Maassen entwickelt und kostenfrei zur Verf├╝gung gestellt wurde.

SerialComInstruments Koordinatenanzeige

Ab der Version V5.5 der Joystick-Firmware gibt es ein Flag um die Ausgabe der Koordinaten an das Display zu unterbinden. Dieses Flag ist defaultm├Ą├čig aktiviert und muss in der Firmware explizit ausgeschaltet werden, falls die Visualisierung erw├╝nscht ist.

Auf dem Entwicklungssystem funktioniert diese Darstellung auf dem Monitor problemlos, nur auf dem Steuerrechner an der Fr├Ąse bewirkt die Aktivierung der Dreifach-Anzeige eine Blockade des Programms im Microcontroller, die Joysticks werden nicht mehr ausgelesen und es erfolgt keine Erzeugung von Schrittimpulsen mehr.

Auf der Suche nach dem Problem bzw. dessen Verursacher habe ich Unmengen von println()-Anweisungen in den Code eingebaut, da aber offenbar der Code nicht mehr abgearbeitet wird, ist dieser Ansatz nat├╝rlich vergebene Liebesm├╝h - ohne funktionierenden Code werden auch keine Debug-Informationen auf der Schnittstelle ausgegeben. Der Ansatz, ├╝ber vorhandene LEDs zu signalisieren, wo der Code im Moment gerade noch vorbeigekommen ist und im n├Ąchsten Moment nicht mehr, war ebenfalls erfolglos, zu wenig kommunikativ um zielf├╝hrend zu sein.

    Nachtrag
    Inzwischen hat sich der aus 2 mm-Buchsenleisten gebastelte Stecker f├╝r den USB 3.0-Anschluss auf dem Motherboard als Verursacher der St├Ârungen herausgestellt. Die Pins des Steckers auf dem MoBo sind viel d├╝nner als die normalen Pins der 2 mm-Buchsenstecker, folglich haben sich offenbar ├╝ber die Zeit Kontaktprobleme ergeben.
    Durch Einsatz eines im Ersatzteilhandel erh├Ąltlichen Adapterkabels von USB 3.0 Motherboard-Stecker auf 8 pin Pfostenstecker hat sich das Kommunikationsproblem in Wohlgefallen aufgel├Âst.

    Die nachfolgende Beschreibung im Zusammenhang mit dem debuggen von Arduinos ist somit nicht mehr notwendig aber dennoch hilfreich, wenn man vor einem ├Ąhnlichen Problem steht.


Um in den Innereien des blockierten ┬ÁC nachschauen zu k├Ânnen, was los ist, m├╝sste ein In Circuit-Emulator helfen. Das wohl zur Zeit (Stand 07/2016) beste und zudem noch recht preiswert erh├Ąltliche Tool ist wohl der Atmel-ICE, der sich in Atmel Studio oder auch Visual Studio integriert. In beiden F├Ąllen m├╝sste allerdings der Code angepasst werden, damit der jeweilige Compiler mit der angebotenen Syntax zufrieden ist. Im Normalzustand verstehen beide Compiler nicht, was in der Arduino-Umgebung Standard ist.

Hier springt ein PlugIn von Visual Micro in die Bresche, das sowohl Visual Studio als auch Atmel Studio dazu bef├Ąhigt, unver├Ąnderten Arduino-Code zu verstehen, zu compilieren und , wenn alle Angaben der Erfinder auch f├╝r die aktuellen Versionen der erw├Ąhnten IDEs gelten, den erzeugten Code auch mittels Atmel-ICE in Echtzeit zu debuggen. Als zus├Ątzliches Schmankerl bleibt das Projekt kompatibel zur Arduino-IDE, man kann also problem- und wahlfrei zwischen beiden Welten wechseln.

Die auf der Homepage von Visual Micro erw├Ąhnten IDEs sind allesamt bereits etwas in die Tage gekommen (Stand 07/2016), die Zusammenarbeit mit Atmel Studio 7 und Arduino V1.6.x oder h├Âher musste erst verifiziert werden.
Ergebnis: Alles prima, die Toolkette funktioniert problemlos auch mit aktueller Software.

Der weitere Weg ist auf einer eigenen Seite beschrieben.

 


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